
Originale aus dem "Vrengs-Veedel" zu Gast in Eischeid
In den Anfangsjahren des "Campingplatzes Krahwinkel" war dieser mit vielen Originalen aus dem sogenannten "Vrengs-Veedel" in Köln bevölkert.
Abgesehen davon, daß man nur den jeweiligen Spitznamen der einzelnen Personen kannte, sei es Bock, Blötsch, Gummiwosch, Eierkopp ... so waren sie doch für viele Streiche und Schandtaten zu haben:
Es war ein sonnenreicher Samstagmorgen Anfang der 60-er Jahre. Der sogenannte Frühschoppen begann um 11 Uhr. Ein Wagen fuhr vor. Die vorgenannten Herren stiegen aus. Einer der Herren bemächtigte sich des rechten Schuhwerkes, welches er auszog, und kurzerhand durch das Fenster warf (überall Scherben).
Josef Herchenbach erregte sich daraufhin, beschimpfte die Herren und rief die Polizei an.
Es erübrigte sich - denn - in Sekundenschnelle hatte man eine neue Scheibe eingesetzt, die man eine Woche zuvor unbemerkt ausgemessen hatte.
Somit war der Schreck verflogen und es gab eine Runde aufs Haus.
Weiter hin von den Campern bekannt: Es wurde sich gegenseitig Bier in die Hosentaschen geschüttet, ohne das einer der Beteiligten eine Miene verzog.

Johann Eischeid, gennant "Eescheds Hennes"
Selten wurde über einen Menschen, auch über seinen Tod hinaus, solange gesprochen wie über unseren "Hennes". Alle die ihn kannten, achteten seine schauspielerichen Fähigkeiten, welche auch im Karneval seines gleichensuchten. Die Liste von Anekdoten ist ellenlang. Nur einige wenige seien erwähnt.
Er pflegte sich auch im hohen Alter von 80 Jahren mit dem rechten Fuß zu segnen. Was das bedeutet können nur Hochleistungssportler nachvollziehen. Unser Hennes war weder Mitglied des Turn- noch des Sportvereins.
Ein Teil seiner Leidenschaft war, ab und zu, nach getaner Arbeit auszurutschen ( wie man so schön sagt ), und dabei die Gäste in der jeweiligen Schankwirtschaft zu unterhalten und zur Fröhlichkeit zu ermuntern. Hierbei ermächtigte er sich diverser Sprüche:
"du bess och ens kleen gewees"
"Mutti zittert, wo bleibt Vati"
"ich wär so gern, so gern daheim; ich jon ävver net"
"ich kreien et delirium net, sonst hätt ich et lang"
Nach einem solchen Abend wurde Hennes von seinem Wecker jäh aus dem Schlaf gerissen. Wutentbrannt riss er seinen Wecker von der Nachtkonsole und schmiß ihn durch das verglaste Fenster in Nachtbars Garten und rief hinterher: "Da weck denn Schrüder!" (Name des Nachbarn)
So ergab es sich, wo er doch ein passionierter Kraftfahrer war, dass Freunde für ihn das Ehrenzeichen in Gold für 50 Jahre unfallfreies Fahren beantragten.
Es wurde eine Feierstunde im "kühlen Grunde" in Ingersau ( jetziges China Restaurant ) organisiert. Herr Schlangenhoff von der Verkehrswacht hielt die Laudatio. Er sprach von den Anfängen des Automobils mit Vollgummibereifung, Holzspeichenrädern und den unsynchronisierten Getrieben, was unser Hennes aus dem "ff" beherschte. Der Jubilar wurde in vollen Zügen gelobt, in Unwissenheit der gegebenen Wirklichkeit. So konnten die Zuhörer, unter ihnen der Quartettverein, der die Feier gesanglich verschönerte, das Lachen nicht verkneifen. Hennes unterbrach durch einen Zwischenruf: "Er kann verzellen wat er well, mengen Schutzengel nemmt er mir nett. Sicherlich fuhr er an diesem Abend nicht nüchtern nach Hause. Sein Ehrenzeichen trug er seitdem stolz.
Weitere Anekdoten von Hennes Johann demnächst ...
Außerdem: "Et Sauleed vum Sommerhäusers Jean
un vum Overhüsers Hein."
Die Texte zu den "Originalen" können Sie auch herunterladen.
Über weitere Anekdoten, Bilder etc. von unseren Gästen würden wir uns freuen.
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