Papa Joe’s Jazzmen … …

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… verwandeln an diesem Frühlingsabend den Eischeider Festsaal im Landgasthaus Herchenbach vom ersten Ton an in eine Musikkneipe, die gefühlt mitten in New Orleans steht.

Die Musik dieser Jazzband, die sich vor genau 25 Jahren im legendären Kölner Jazzlokal „Em Streckstrump“ gegründet hat, geht mit den ersten Klängen von „ My Blue Heaven“ in die Beine, ins Blut und direkt ins Herz.

Vorgestellt vom begnadeten Conferencier Didi Zander, der auch 97,5 % des Gesangs übernimmt und Trompete und Flügelhorn virtuos beherrscht, lernen wir Klaus, der im übrigen alle Stücke für die Band arrangiert, an der Klarinette und am Saxophon kennen, daneben in der 1. Reihe den Mann aus Holland – Wiel an der Posaune. Nur echt mit dem eigenen Wohnwagen!

Aus Platzgründen in der 2. Reihe glänzen Prof. Dr. Heinz T. am Banjo, Reiner am Schlagzeug und Ronald am Kontrabass.

Lieder wie „Bei mir bist Du scheen“, „Always“ und „Bourbon Street“ beweisen die musikalische Virtuosität der Spät-Twens, denen man die Spielfreude in jeder Sekunde anmerkt. Diese Begeisterung überträgt sich von der Bühne auf den Saal und übersteht auch die 1. Pause, nach der die Musiker die Bühne ohne Jacketts betreten. Bei gefühlten 47° auf der Bühne haben sie eigentlich nur einen Wunsch: „Hitzefrei“.

Den Titel spielen sie aber nicht, sondern erfüllen stattdessen Wünsche aus dem Publikum wie „Wild Cat blues“ und „Amapola“ und dann „Uns geht’s gut“. Und dieser Titel umschreibt exakt das Gefühl aller Gäste im Saal – diese Musik macht einfach nur gute Laune. Auch wenn Didi zwischendurch das Endergebnis vom Spiel 1. FC Köln gegen Mönchengladbach (1:1) bekannt gibt.

Didi Zander interpretiert den Klassiker „What a wonderful world“ auf eine sehr persönliche Weise und ohne den Versuch, Louis Armstrong zu kopieren.

Das tut wenig später absolut genial der „Ägyptenfuzzi“, wie der emeritierte Professor für Ägyptologie liebevoll von seinen Bandmitgliedern genannt wird und der heute Abend nicht nur am Banjo glänzt, sondern auch mit seinen Übersetzungen.

Aus „Eischeid“ wird bei ihm „I scheid, you scheid, he scheid …“, „Trouble in mind“ wird in seiner Übersetzung zu „Aufruhr in Minden“ und „Nobody knows you, if you are down“ wird zur genialen Aussage „Keiner kennt Dich, wenn Du aus Daun kommst“.

Und daran anschließend präsentiert er „Hello Dolly“ in einer Art, die Louis Armstrong vor Neid hätte erblassen lassen.

Weiter geht es dann mit den Ohrwürmern „Sunday“ und „Mr. Sandman, bring me a dream“, bevor sich die Musiker eine weitere kleine Pause gönnen.

Und nach der geht es mit dem Erfüllen von Wünschen weiter. „Midnight in Moscow“, „Petit fleur“, gefolgt von einem italienischen Klassiker: „Volare“ – von Didi perfekt in italienisch anmoderiert und dann auch gesungen.

Es folgen „When the saints go marching in“ und „Bye bye blackbirds“ und man ahnt, dass ein wunderbares Konzert nach 3 Stunden zu Ende gehen wird.

Und es endet wirklich – mit einem furiosen Schlusslied: „Icecream“ – allerdings ist das heute Abend kein „normales“ Eis, sondern ein besonders. Mitten im englischen Text wechseln die Jazzmen nämlich in ihre eigentliche Muttersprache und geloben „Mer losse d’r Dom en Kölle“.

Begeisterung pur auf beiden Seiten – auf der Bühne und im Saal. Und ein gegenseitiges Versprechen: „Wir kommen wieder“ das sagen alle Gäste und vor allem – die 6 Jazzmen.