Energie …

www.brueske.de

… ist nicht nur der Titel des aktuellen Kabarettprogramms von Christoph Brüske, sondern auch eine Beschreibung seiner Person.

Dieser Ausnahmekabarettist hat genügend Energie, um seine Heimatstadt Niederkassel ein Jahr lang mit Strom zu versorgen – eine gigantische Weihnachtsbeleuchtung eingeschlossen - , aber er nutzt diese Energie für ein mehr als zweistündiges Kabarettprogramm, das in seiner Qualität seinesgleichen sucht.

Brüske lässt an diesem Abend kein Thema aus, seine umfassenden Kenntnisse reichen vom Sport bis in die letzten Winkel der nationalen und internationalen Politik. Und er kommt speziell bei der Politik dankenswerterweise ohne die mittlerweile nur noch nervenden Parodien der politischen Spitze Deutschlands aus. Ihm reicht es, wenn er Merkel-Guttenberg-Nahles-Westerwelle zitiert – denn das tut er mit viel Gefühl für das gesprochene und das gebrochene Wort.

Das ist aber noch nicht alles, was die bestens unterhaltenen Gäste im Eischeider Festsaal immer wieder zu Beifallsstürmen animiert. Sie nehmen ihm noch nicht mal übel, als er erzählt, dass sein Navigationsgerät beim Einprogrammieren von „Eischeid“ zurückgefragt hat: „Muss ich da mit?“

Seine Gesangseinlagen sind atemberaubend – und die von ihm auf die Melodie von „New York New York“ getextete Hymne auf Neunkirchen bringt den Saal förmlich zum Kochen. Den kompletten Text stellt Christoph seinen neuen Fans für die Heimatseite des Landgasthauses Herchenbach zur Verfügung.

Brüske brilliert aber nicht nur in politischen Bereichen, sondern beobachtet auch den „normalen“ Alltag, in dem sich ganz Fernsehdeutschland nach einem Sehnenanriss des Mannschaftskapitäns der deutschen Fußballnationalmannschaft abends mit einem ARD-Brennpunkt konfrontiert sieht. Also wenn die Nation sonst keine Themen hat !!!

Zur internationalen Finanzkrise zitiert er einen Aushang vom griechischen Imbissbudenbesitzer im heimischen Niederkassel: „Essen Sie bei mir!!! Sonst verhungern wir beide.“ Für Nicht-Wisser: Brüske hat auch als Werbetexter gearbeitet – und könnte damit immer noch viel Butter auf gutem Brot verdienen.

Auch die Idee, dass die schwedische Automarke Saab von IKEA übernommen wird, ist brillant ausgeführt. Seine Idee: Es gibt 16 000 Einzelteile – und einen Inbusschlüssel. Nach 3 Monaten Basteln im Hobbykeller ist das Luxusmobil dann fertig. Brüske liefert sogleich auch den passenden Slogan: „Schraubst Du noch oder fährst Du schon?“ Auch wenn es fast schon unglaublich ist: Brüske kann noch mehr. Nämlich, die Wirtschaft erklären. Nicht die auf der Ecke, sondern die große. Seit gestern Abend weiß ich endlich, was ein Hedgefond ist – eine Mischung aus Betriebswirtschaftslehre und Hütchenspiel. Und was man unter Globalisierung versteht, ist mir jetzt auch klar: Nämlich, dass dänische Krabben per Schiff nach Marokko zum Pulen transportiert werden, weil dort die Lohnkosten geringer sind. Brüske bilanziert, dass es deshalb Krabbencocktails gibt, die mehr herum gekommen sind als Dietrich Genscher.

Gegen Ende streift der unglaubliche Brüske noch die Beziehungen zwischen Mann und Frau, in dem er die 5 schönsten Sätze zitiert, die ein Mann von seiner Frau am liebsten hören würde:

Platz 5: Du bist soooo sexy, wenn Du besoffen bist.
Platz 4: Geh’ mit Deinen Kumpels einen trinken – ich habe ja im nächsten Jahr auch wieder Geburtstag.
Platz 3: Schau’ mal, die hübsche Tochter unserer Nachbarn sonnt sich wieder oben ohne.
Platz 2: Schatz, lass’ mich das Geld verdienen. Geh’ auf den Golfplatz und verbessere Dein Handicap.
Platz 1: Das war ein toller Furz – mach’ noch einen !!!!!!!!!!!!!!

Und weil die Gäste ihn einfach nicht von der Bühne lassen wollen, setzt Brüske noch ein Glanzstück als Zugabe drauf: Eine Nachrichtensendung aus dem Jahr 2025. Einfach nur GENIAL. Stephanie zu Guttenberg ist da Kanzlerin und Silvio Berlusconi nimmt seine Wiederwahl an – wenn er aus dem Knast entlassen wird.

Danach wollen die Gäste immer noch mehr, aber irgendwann ist auch die ungeheure Energie des Energiebündels Brüske reduziert und seine Fans entlassen ihn gegen 23.00 Uhr in den mehr als wohlverdienten Feierabend.

In den entschwinden dann auch die Gäste, allerdings mit einem Virus im Blut: Ab heute sind nämlich all’ die Menschen, die das Glück hatten, das Multitalent Christoph Brüske zu erleben, Brüske-infiziert.

Es war ein mehr als wundervoller Abend und wir danken Dir, lieber Christoph. Lass’ das Fahrziel „Eischeid“ ruhig mal gespeichert – hier nehmen wir Dich immer wieder gerne und mit weit offenen Armen.