Ben Bulben verzaubert mit irischer Musik.

www.ben-bulben.de

Irischer kann die Stimmung an diesem Abend im Landgasthaus Herchenbach nicht sein. Draußen ist es mild und regnerisch, drinnen ist der Saal bis auf den allerletzten Platz besetzt mit musikbegeisterten Menschen und auf der Bühne stehen 6 geniale Musiker. Die nehmen die Gäste von der ersten Sekunde an mit auf eine Reise nach und durch Irland. Mal fetzig, mal mitreißend, dann wieder tragisch und nachdenklich.

Die Musik fährt sofort in die Beine und die Hände. Die waren bis vor wenigen Minuten noch damit beschäftigt, die von den Brüdern Herchenbach zubereiteten irischen Spezialitäten wie Irish Stew oder Beef’n Turnips mit Colcannon mit Messer und Gabel zu „vernichten“, sind aber jetzt frei zum Mitklatschen im Rhythmus von Fiddle und Flute. Sofern sie nicht ein Glas Kilkenny ergreifen.

Die erste Ansage, dass es sich heute Abend um das letzte Konzert handelt, schockiert die Gäste. Aber das war nur der 1. Teil des Satzes. Alle sind beruhigt, als sie den 2. Teil erfahren … „letzte Konzert als „Teenager“. Die Band wird nämlich im kommenden Jahr 20 und ist dann „erwachsen“.

Aber das sind die Stimmen und das musikalische Talent schon seit langem. Sowohl bei fetzigen Titeln wie z.B. „Congress reel“, „Star of the county down“, das nagelneue „Kerry on“, „Paddy on the mission“ und „Tamlin“ als auch bei nachdenklichen und getragenen Stücken wie z.B. „“Black ist the color“, „Pastures of plenty“ und „Wind that shakes the barley“.

Wenn man bei „Butterfly-cooleys“ die Augen schließt, dann sitzt man wirklich im Frühling an den Klippen der irischen See und sieht die ersten Schmetterlinge des Jahres. Dieser Song ist zart und kraftvoll zugleich.

Wenn Claudia Anthony die Flute ansetzt, sitzt man auf einer irischen Wiese an einem kleinen Bach, neben sich friedliche Schafe und über sich der blaue Himmel mit Schäfchenwolken.

Christoph Anthony steigert sich im Lauf des Abends von einem sehr guten Fiddle-Spieler zu einem wahren Teufelsgeiger.

Judith Bergerhausen überzeugt zum einen mit ihrer sehr klaren und ausdrucksvollen Stimme, aber auch am Keyboard und an der Flute.

Uli Wosnitza ist der Mann für die „schrägen“ Instrumente. Er brilliert sowohl am Bodhran, an Whistles, an der Bass-Gitarre und bei „Gillies“ am „kastrierten“ Dudelsack. Also einem Dudel ohne Sack.

Thomas Riegler an den Drums/Percussion ist zwar während des Abends hinter seinem Instrument kaum zu sehen. Dafür umso besser zu hören.

Und Joe Thar hat „die Rolle“ des Abends, als er mit einem spontanen und sehr beeindruckenden Solo die Zeit überbrückt, die Christoph braucht, um eine neue Geigensaite aufzuziehen.

Dieses Solo MUSS ab sofort ins Programm aufgenommen werden – da sind alle Gäste im Saal und die Musikerkollegen auf der Bühne einig.

Einigkeit besteht auch bei allen, dass dieser wunderbare irische Abend wiederholt werden muss. Von richtig guter Musik kann man nie genug bekommen und Ben Bulben macht süchtig nach irischer Musik.

Ein großes Dankeschön an 6 wunderbare Musiker und ihren famosen Techniker am Mischpult und – wir freuen uns auf ein Wiedersehen und –hören im Landgasthaus Herchenbach.


PS:
Die von Christoph in Vinxel am Rhein angesiedelte Heringsmöwe aus „Seven Hill skories“ gibt es zwar laut Wikipedia wirklich – allerdings nicht in VINXEL !!!!