Mensch Hausmann — Wie das Leben so spielt … …

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… heißt das Programm, das Jürgen Beckers — musikalisch begleitet von Harald Claßen — am 12.03.2010 auf der Bühne des Landgasthauses Herchenbach präsentiert.

Vor rd. 2 Jahren war Jürgen Beckers zum ersten Mal in Eischeid und man hat das Gefühl, dass er nie wirklich weg war.

Mit Wortwitz, Gesang und sogar tänzerischen Einlagen begeistert er das Publikum im ausverkauften Saal. Vom Stangenbrot zur „Einführung des neuen Pastors“ bis zum Lied über die Verstopfung „ Hello again — ich kann wieder auf’s Klo gehn“ bietet Jürgen Beckers Kabarett vom Feinsten.

Er erzählt Geschichten aus dem Leben, die wahr sind oder hätten wahr sein können, was der Brillanz keinen Abbruch tut. Highlights in seinem Programm sind immer die Auseinandersetzungen mit der rheinischen Sprache oder auch dem, was diese Sprache weglässt und trotzdem jeder weiß, was gemeint ist.

Das verknüpft er noch mit rheinischen Weisheiten wie „Pünktlichkeit bringt nichts — der andere ist noch nicht da“.

Neben den Geschichten aus seinem Alltag als Ehemann und frischgebackener Vater einer Tochter schöpft der Menschenbeobachter Beckers aus dem reichen Fundus seiner Erfahrungen, die er als Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte gemacht hat.

Genial ist sein Bericht über den Bildungsnotstand am Beispiel vom „Erlkönig“. Dessen Niveau muss analog zu den Hosen der Schüler tiefer gelegt werden. Aus dem klassischen Erlkönig wird also ein „Hoppe-Hoppe-Reiter“.

Interessante Beobachtungen hat er auch in einer Arztpraxis gemacht, in der die Krankheiten schon lautstark am Empfangstresen übermittelt werden. Und da taucht neben den bekannten Erkrankungen wie „HWS“ und „LWS“ erstmals auch der Begriff „PWS“ auf. Staunen im Saal — das kennt noch keiner. Hat aber schon jeder mal gehabt. PWS sind — Ping wie Sau.

Beckers Studien des Alltags enden auch nicht vor Tür einer kleinen Kneipe. Verbarg sich dahinter in früheren Zeiten immer eine Lasterhöhle mit fettiger Frikadelle auf die Faust, Bier und Korn, Zigaretten unter dem eingängigen Namen „Beim Fritz“, so betritt man heute unter der Leuchtschrift „Fitness- und Wellness-Salon“ etwas, in dem grüner Tee serviert wird und Salbeibonbons neben der Apothekenumschau ausliegen.

Jürgen Beckers trifft immer den richtigen Ton, erzählend und singend. Zur genialen Begleitung am Piano von Harald Claßen, der die Songs auch arrangiert hat, präsentiert er mit wunderbarer Singstimme neue Texte zu bekannten Melodien.

Die Gäste im Saal verlassen diesen nach 2,5 Stunden allerbester Unterhaltung federleicht und gut gerüstet für den Alltag.

Und an der Tür setzt Jürgen Beckers die im Januar von Bill Mockridge eingeführte „Tradition“ fort — und verabschiedet sich von seinen Gästen per Handschlag.

Auch wir wollen die Tradition von Gastspielen mit Jürgen Beckers fortsetzen, diesmal aber nicht wieder 2 Jahre warten, zumal das neue Programm „Der Jung’ wird 10“ schon am Start ist.

Wir planen ein Wiedersehen und –hören mit Jürgen Beckers und Harald Claßen für das Jahr 2011 ein — und wir freuen uns riesig.