www.antweilergrafundco.de
… der Name allein reicht eigentlich als Beschreibung für einen unglaublich schönen Abend mit viel Musik, tollen Texten, guter Laune und allerbester Unterhaltung.
Aber – es gibt ja leider nur 132 Plätze im schönen Festsaal des Landgasthauses Herchenbach und diese Plätze waren schon 3 Monate vor dem Konzert ausverkauft.
Also liegt der Sinn dieser Rezension darin, all' den bedauernswerten Menschen, die an diesem 09.11.2011 nicht dabei sein konnten, diesen Abend zu beschreiben.
Tanja Krämer, Manni Bosse, Martin Graf und Anti Antweiler betreten die Bühne pünktlich um 20.00 Uhr und verlassen sie – unterbrochen nur durch eine kurze Pause – erst um 23.15 Uhr wieder.
Dazwischen liegen 3 Stunden Mundartmusik vom Feinsten und die liebevollen Käbbeleien zwischen den beiden Frontmännern, die den Liedtexten nicht nachstehen.
Los geht es mit Klassikern wie "Danz", "Du siehs net mih joot us", "Spööl für mich", "Café","Tango Dänzer Eduard" und "Harndrang". Nach diesem Graf-Lied ist die Pause dann dringend notwendig, damit die Gäste im Saal ihrem eigenen Harndrang nachgeben können. Denn während des Konzertes will man den Saal eigentlich nicht verlassen. Auch wenn die meisten der Gäste textsicher sind – sie wollen trotzdem kein live gesungenes Wort verpassen.
Nach der Pause sind die Blasen leer, die Stimmbänder auf der Bühne und im Saal frisch geölt und es geht weiter mit dem Anti-Lied "Dat ist doch nit wohr" und der schon bekannten und außerordentlich lustigen "Badebotz". Hier erfährt man erstmals, dass Anti früher mit seinen Allner Freunden die blöden Hennefer über die Sieg nach Hause vertrieben hat und wie er in der Sieg beim "Kiesgrabbele" schwimmen gelernt hat. Eine wunderschöne Geschichte, die offensichtlich nicht nur den Gästen Spaß machte, sondern auch Anti und der Band auf der Bühne.
Ohne die legendären Lieder wie "Saach en Maria", "Ich stonn widder mit de Tütte do",
"Leeve Pitter", "Oma" und viele andere haben die Fab Four keine Chance, die Bühne zu verlassen.
Dann will Anti sein "Jaadeleed" spielen, besteht aber darauf, dass er das Lied nur dann singt, wenn der Seniorchef des Hauses, Hermann-Josef Herchenbach im Saal ist. Der springt wie ein kleiner Springteufel auf und ruft: "He benn isch" – und dann erst holt Anti musikalisch die Schüüreskarr erus. Tobender Applaus im Saal – sowohl für Anti als auch Herchenbach senior.
Nach knapp 3 Stunden kommt dann erstmals als Schlusslied nicht nur der "Scheiss Mondaach Morje", sondern als allerallerletztes Lied "Op heim aan jonn".
Das tun die Gäste allerdings erst, als ihnen zugesichert wird, dass Anti-Graf & Co. im nächsten Jahr wieder kommen.
Wenn wir Glück haben, sogar zweimal. Nämlich im Frühjahr für eine Wiederholung des Flüsterkonzertes mit einer Handvoll Bläck Fööss und im Herbst für ein großes langes Konzert mit vielen tollen Liedern von Martin Graf und Anti Antweiler.
Für dieses Jahr bedanken wir uns bei Tanja, Manni, Martin und Anti für ein wunderschönes Konzert mit ganz viel guter Laune.
Ihr seid die Besten.